Verfasst von: Bernd Sailer | Sonntag, 2 März 2008

Ununterbrochen gestört – Kann man Multitasking lernen ?


Gerade habe ich ein wenig Zeit. Da lohnt es sich mal einige Artikel der aktuellen „Die Zeit“ Ausgabe etwas näher zu lesen.

Bei 2 Artikeln bin ich direkt hängen geblieben. Nachdem ich ja schon vor einiger Zeit zum Thema „Sie haben Ablenkung“ geschrieben habe, beschäftigt mich dieses Thema nach wie vor.

Anlässlich der Cebit greift die aktuelle Ausgabe der Zeit dieses Thema auf. Mit dem Titel „Ununterbrochen gestört“ trifft der Artikel die Sache eigentlich ziemlich gut.

Interessant fand ich vor allem, dass es nun Bestrebungen gibt, das Problem „elektronisch“ zu lösen.

Für Programmierer haben die Entwickler wohl schon einen recht guten Prototypen geschaffen. Dieses elektronische Helferein erkennt wohl, wann ein passender oder unpassender Moment für eine „Unterbrechung“ bei demjenigen vorliegt, der vor dem PC sitzt. So ganz will mir das noch nicht in den Kopf wie das funktionieren soll…. nicht jeder verbringt den Tag mit pausenlosem Tastaturbedienen oder Mausklicken.

Eigentlich stellt sich für mich hier die Frage, warum ich ein durch Software entstandenes Problem durch ein weiteres Tool lösen muss. Muss sich hier nicht eher in unserem Denken / Handeln eine Wende einstellen ?

Sind wir eigentlich überhaupt für „Multitasking“ geeignet ? Kann man seine Fähigkeiten darin trainieren / verbessern ?

Der 2. Artikel in der selben Ausgabe beschäftigt sich genau damit. Unter dem Titel „Enpass im Kopf“ gibt es ein paar sehr interessante Forschungsergebnisse die Zeigen, dass man gewisse Dinge einfach nicht parallel abarbeiten kann. Für mich ein klarer Hinweis, dass wir Ordnung und Struktur, und damit wieder eine gewisse „Langsamkeit“ (zumindest auf den ersten Blick) in unseren Alltag bringen müssen.

Eins nach dem Anderen …. das hat noch keinem geschadet.
… und auch die Ungeduldigen „Ergebnisanforderer“ werden früher oder später einsehen, dass die Qualität der Ergebnisse um ein vielfaches höher ist, wenn man sich auf die Erarbeitung einer Lösung konzentrieren kann und nicht dauernd abgelenkt / unterbrochen wird.

Ganz nebenbei, davon bin ich überzeugt, werden wir damit auch den Aufwand senken, den wir zur Erarbeitung von Lösungen benötigen. Denn wenn man keine 15-minütige „wieder-auf-das-Konzentrationslevel-wie-vor-der-Unterbrechung-kommen“ Phase benötigt spart das schlussendlich viel Zeit ein.

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